Zuchtziele

Warum wir züchten

Unsere Hunde sind in allererster Linie Familienmitglieder. Daher planen wir für jede Hündin auch nur durchschnittlich alle 2 Jahre einen Wurf beziehungsweise höchstens 4 Würfe für jede Hündin, bevor sie „in Rente“ geht. Rentner bleiben grundsätzlich bei uns und werden nicht vermittelt.
Die Rasse Deutscher Pinscher begeistert uns schon sehr lange. Wir schätzen die Eigenständigkeit, den Starrsinn, das Mitdenken und die tägliche Herausforderung. Ein Pinscher liebt es faul auf dem Sofa zu liegen und wie ein Irrer über die Felder zu hetzen. Behandelt man sie respektvoll und nicht wie willenlose Untertanen, sind es hervorragende Familienmitglieder, die auch bereitwillig arbeiten.

Unser Zuchtziel sind gesunde, alltagstaugliche und auch familientaugliche deutsche Pinscher. Wir legen hierbei mehr Wert auf das Wesen der Elterntiere, als auf Ausstellungsergebnisse. Natürlich gibt es keine Garantie für den Charakter des Hundes. Sollten Sie Kinder haben (oder planen) und sich nicht sicher sein, ob diese Rasse zu Ihnen passt, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Denn die entscheidende Frage ist nicht: passt der Pinscher in eine Familie?
Sondern:

Passt meine Familie zu einem Pinscher?

Bin ich bereit, auch bei auftretenden Problemen die Konsequenzen zu tragen und Unanehmlichkeiten im Alltag in Kauf zu nehmen?
Dies kann zum Beispiel die Beschränkung von Besuch (auch der Kinder!) sein. Das Management von Hund und Besuch kann nervenaufreibend sein, wenn der Hund der Meinung ist, heute keinen Besuch empfangen zu wollen.
Oder aber ein Hund, den man nicht überall mit hin nehmen kann. Ein Hund der es hasst von Fremden ungefragt angetatscht zu werden.

Ist auch der Rest meiner Familie bereit dazu und arbeiten alle miteinander?

Was passiert, wenn mein Pinscher beisst? Bin ich / sind wir bereit die Ursache zu finden und an uns zu arbeiten?
Können wir uns selbst genug reflektieren um uns frühzeitig kompetente Hilfe zu suchen?
Wenn der Hund bereits zugebissen hat ist es sehr viel schwerer das gegenseitige Vertrauen wieder herzustellen. So oft lese ich „mein Pinscher hat mich jetzt das dritte Mal gebissen, er muss jetzt sofort weg“. Wir möchten, dass sich alle unsere Welpenbesitzer so früh wie möglich bei uns melden, wenn es Probleme gibt. Nur mit gegenseitigem Vertrauen kann man ein stabiles Band zwischen Hund und Halter schaffen!

Können wir die Körpersprache von Hunden lesen oder sind bereit dies zu lernen? Pinscher kommunizieren sehr fein, für viele unsichtbar. Oft heißt es dann, der Hund habe ohne Vorwarnung zugebissen, obwohl es genug Warnungen von seiner Seite aus gab, die ihm entweder verboten wurden oder einfach ignoriert wurden.
Knurren ist Kommunikation! Wenn er jedes Mal bestraft wird, wenn er knurrt ohne dass ihm ein alternativer Weg gezeigt wird diese für ihn missliche Lage anders zu händeln, wird er diese Warnung bald weg lassen und direkt zubeissen. Eskaliert der Mensch dann ebenfalls eine Stufe höher und beisst (schlägt) zurück, sind beide in einem Kreislauf der Wut gefangen, die sehr schwer zu durchbrechen ist. Pinscher lassen sich nicht mit körperlicher Gewalt erziehen und ich rate absolut jedem davon ab es zu versuchen! Hierbei meine ich nicht die Anwendung von Körpersrache oder das Blocken mit dem eigenem Körper, darauf reagieren Pinscher sehr gut, weil es für sie verständlich ist. Auch Pinscher die immer „King of the Hill“ waren und dann auf einmal Grenzen gesetzt bekommen, reagieren oft ersteinmal mit Abwehr.

Bin ich bereit die Piranha – Phase durchzustehen? Pinscher kommt von „to pinch“ also kneifen und genau das tun viele junge Pinscher sehr extrem. Manche auch wenn sie erwachsen sind, vor allem wenn sie gelernt haben, dass sie dadurch bekommen, was sie wollen.

Konsequenz und Vorhersehbarkeit sind die wichtigsten Pfeiler

Wir möchten dafür sorgen, dass diese Rasse auch in Zukunft nicht ausstirbt und in ihren charakterlichen Zügen erhalten bleibt, dabei aber alltagstauglich ist. Dazu gehören auch die Eigenarten, die ihn so anstrengend machen 🙂 Pinscher sind keine Golden Retriever und werden es nie sein. Trotz allem sind es wunderbare, eigenständige und verdammt schlaue Hunde, die wir nie wieder missen möchten.

Eines unserer Zuchtziele ist es auch, Hunde zu züchten, die für die Arbeit als Therapiebegleithunde, Schulhunde, Besuchshunde und Assistenzhunde geeignet sind.
Aus diesem Grund zog auch unsere Riesenschnauzer Hündin „Tiny“ bei uns ein, mit der wir auch mit dieser Rasse jenes Zuchtziel verfolgen möchten.

Durch ungeplante Umstände zog ebenfalls die Zwergpinscher Hündin Bella bei uns ein, die besonders unsere Tochter sofort verzauberte. Sie besticht nicht nur durch ihr wirklich hervorragendes Aussehen, sondern auch durch ihr verschmustes und liebes Wesen, wenn sie erst einmal aufgetaut ist. Daher planen wir sehr begrenzt auch mit ihr Welpen, um ihre Linie zu erhalten und unserer Tochter später die eigene Zucht mit ihrer Bella zu ermöglichen, die dann leider zu alt dafür sein wird.

Wenn Sie mehr über die Ausbildung zum Therapiebegleithund, Schulhund, Besuchshund oder Assistenzhund wissen möchten, besuchen Sie gerne auch die Homepage meiner Hundeschule:
www.hsfollowme.de